Wolfgang Lemb kommentiert die Aktivenkonfernz der IG Metall am 13. Juni in Ostsachsen.
Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen
IG Metall fordert Krisenintervention
Die IG Metall wendet sich mit einem "4-Punkte-Plan" an Politik und Öffentlichkeit, um Betriebe über wirtschaftlich schwierige Zeiten zu bringen.
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Ost und West immer noch ungleich
Angleichung der Arbeitszeit
Auch 30 Jahre nach dem Mauerfall hat Ostdeutschland sozial noch nicht mit dem Westen gleichgezogen. Zusammen können wir endlich gleichwertige Lebensverhältnisse schaffen.
Foto: Thomas Range
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30 Jahre Mauerfall
30 Jahre Kampf um Arbeitsplätze und Tarifverträge.
Vor allem Armut hat in sich in den letzten Jahrzehnten deutlich verfestigt, aber auch Reichtum wird immer dauerhafter. Besonders ausgeprägt sind diese Prozesse in Ostdeutschland. Die Verfestigung von Armut und Reichtum hat gravierende gesellschaftspolitische Folgen.
Der Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbunds hat die Resolution „Gleichwertige Lebensverhältnisse in Ost und West – es ist höchste Zeit!“ veröffentlicht. Darin fordern DGB und Mitgliedsgewerkschaften mehr Tarifbindung, bessere Renten sowie eine aktivere Strukturpolitik, um die Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland anzugleichen.
Am 10. April hat in Dresden das zweite Tarifgespräch zur Angleichung der Arbeitszeit in Ostdeutschland unter Beteiligung aller ostdeutschen Tarifvertragsparteien der Metall- und Elektroindustrie stattgefunden. Nachdem die IG Metall bereits tarifliche Lösungen vorgeschlagen hatte, haben die Arbeitgeber ihre Vorstellungen der Rahmenbedingungen für die Arbeitszeitverkürzung Ost vorgetragen.
Die fünfte Ausgabe von prägnant aus dem IG Metall Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen beschäftigt sich mit dem Thema Ausstieg aus der Braunkohle und dem Kommissionsbericht zum Kohleausstieg.
Frankfurt am Main – „Die Herstellung sozialer Gerechtigkeit und die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Ost und West ist ein zentrales politisches Anliegen der IG Metall“, so Wolfgang Lemb, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall. Voraussetzung dafür ist eine stabile wirtschaftliche Entwicklung und gute Arbeit für die Menschen. Dass gilt für ostdeutsche Ballungsgebiete und den ländlichen Räumen gleicher maßen.